Gold: Eine Spekulationsblase wie viele andere

Die schlechteste Anlage: Gold
Artikel vom 04. November 2009

Gold wird in Anbetracht seines scheinbar stetig steigenden Preises immer wieder als attraktive Anlage und sicherer Hafen benannt. Dumm nur: Wer sich den Verlauf der Geschichte anschaut, der hat mit Gold ein kleines Vermögen geschaffen - in dem er ein großes Vermögen einsetzte.

 

Frankfurt am Main, 04. November 2009 -  Der Goldpreis hat wieder mal ein neues Hoch erreicht: Fast 1.100 US-Dollar pro Feinunze musste der Anleger am heutigen Tag bezahlen. Grund genug für tagesgeldkonto.de, die Anlageform Gold als alternatives Investment näher zu untersuchen.

Gold: Der wahre Wert

Bereits mit Artikel vom 22. März 2009 haben wir den Wahrheitsgehalt des Mythos Gold untersucht. Das nüchterne Resultat: Gold hat nur deswegen einen Wert, weil es Menschen gibt, die glauben, dass andere Menschen Gold haben wollen. Oder anders formuliert: Gold hat dieselbe Existenzberechtigung wie Papiergeld auch.

Gold ist eben nicht wertvoller, weil es einen Materialwert hat. Weder der geringe Bedarf an Gold in der Industrie (genauer: Elektroindustrie) rechtfertigt den aktuellen Goldpreis, noch hat Gold einen anderen Nutzwert. Außer das Gold schön an zu sehen ist und deswegen zu Schmuckstücken verarbeitet wird, gibt es schlichtweg keine Verwendung für das Material. Und da Schmuck ein Luxusgut und kein Nutzgut ist, muss bei der Analyse des wahren Wertes von Gold die Schmuckindustrie außen vor bleiben.

Gold in der Finanzkrise

Wie kommt es, dass gerade in Krisenzeiten immer mehr Menschen gibt, die sich für Gold interessieren? Die Antwort ist simpel: Das Vertrauen in die eigene Währung nimmt ab. Die Angst, dass das Geld von heute morgen nur noch einen geringeren Wert hat, ist groß.

Mit Gold, so der Glaube, könnte man den heutigen Wert bewahren. Anders ausgedrückt: Gold ist ein Tauschmittel wie unser Geld. Immer mehr Menschen trauen Gold als Tauschmittel eher als dem Papiergeld.

Die Entwicklung von Gold ist katastrophal

Es ist wie so oft in der Wirtschaft: Die Wirtschaft besteht vor allem aus Psychologie. Was nützen alle Theorien und Annahmen, wenn in der Praxis die Menschen Entscheidungen treffen, die nicht rational begründbar sind? Eine solche nicht rationale Entscheidung ist Gold: Gold erreichte 1980 seinen Rekord mit 873 US Dollar je Feinunze. Wenn man nun den Anstieg der Verbraucherpreise in diesen rund 30 Jahren einrechnet, so liegt der jetzige Goldpreis noch rund 53 Prozent unterhalb des Niveaus zu Beginn der 80er Jahre (Quelle: Berechnung des US-Arbeitsministerium). Oder anders formuliert: Wenn man der Goldentwicklung eine ganz gewöhnliche Preissteigerung unterstellt, so müsste der Goldpreis heute bei über 2.287 US Dollar je Feinunze liegen. Heute beträgt er aber gerade mal knapp 1.100 US Dollar. Im Vergleich zu dieser Entwicklung hätte Ihnen selbst ein Sparbuch mehr gebracht!

Fazit: Gold ist Spekulation und hat mit Sicherheit oder Inflationsschutz nichts zu tun

Wir raten von einem Goldkauf vor dem Hintergrund des jetzigen Allzeithoch von knapp 1.100 US Dollar je Feinunze ab.  Wie immer gilt auch bei Gold: Kaufe niedrig, verkaufe hoch. Und nicht umgekehrt. Wer beispielsweise in den letzten Jahren Gold gekauft hat, konnte durchaus vom jetzigen Hoch profitieren. Umgekehrt aber hat derjenige, der 1980 Gold gekauft hat, ziemlich viel Geld in den Sand gesetzt. Den richtigen Zeitpunkt zum Kauf zu finden ist also die Kunst. Wann dieser Zeitpunkt ist, wird Ihnen dummerweise genauso wenig verraten, wie der richtige Zeitpunkt zum Verkauf.

Daher: Finger weg von Gold - es ist und bleibt eine Spekulation. Wer sein Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegt, profitiert nicht nur von einer sichereren und täglich verfügbaren Geldanlage - er profitiert auch von hohen Zinsen. Und die kann Ihnen Gold bei all seiner Schönheit nicht bieten. (cs)


Weitere Informationen:

"Inflationsbereinigt hat Goldpreis noch massiv Aufholpotenzial " (20.10.09, foonds.com)

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