Bundesverband deutscher Banken beschließt Reform der Einlagensicherung

Reform der freiwilligen Einlagensicherung
Artikel vom 06. November 2011

Die Einlagensicherung für Privatanleger ist EU-weit geregelt: EUR 100.000,00 sind abgesichert. Eine gute Sache, doch in Deutschland profitieren die meisten Bankkunden von zusätzlichen Sicherungssystemen. So sind Sichteinlagen von Kunden bei privaten Banken, die dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angehören, zusätzlich in Millionenhöhe abgesichert. Diese freiwillige Einlagensicherung hat nun eine Reform erfahren.

Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) hat bislang Sichteinlagen in Höhe von 30 % des haftenden Eigenkapitals der Bank pro Kunde abgesichert. In der Praxis waren das Millionenbeträge, sodass man bislang von einer für die meisten Anleger praktisch unbegrenzten Haftung ausgehen konnte. Auf der Sonder-Delegiertenversammlung des Bundesverbandes wurde am 17. Oktober 2011 eine Reform verabschiedet, durch die stufenweise die Sicherungsgrenze von derzeit 30 % auf 20% zum 01. Januar 2015 und zum 01. Januar 2020 auf 15% sinkt. Ab dem 01. Januar 2025 soll die Grenze dann weiter auf 8,75% sinken.

In der Praxis bedeutet das für die meisten Anleger praktisch keine Veränderung: Wer kein Millionär ist, wird sich auch ab 2025 keine Gedanken machen müssen - zumindest nach heutigem Stand des Eigenkapitals der Banken, die dem Bundesverband angehören. Erst ab 5 Millionen Euro Anlagebetrag sollte man dann genauer hinsehen, bei welcher Bank man sein Vermögen bunkert. 46% der angeschlossenen Banken würden dann nämlich nur noch bis zu diesem Betrag pro Kunde abgesichert sein.

Fazit: Einmaliger Schutz weltweit

Die freiwillige Einlagensicherung in Deutschland bietet weltweit den höchsten Schutz. Das bleibt auch nach der Reform so. Insoweit hat die Reform für den Anleger keine praktische Auswirkung. Wer wissen möchte, wie hoch die Einlagensicherungsgrenze seines Instituts ist, kann diese direkt beim Bankenverband anfragen.


Weitere Informationen:

Einlagensicherungsgrenze beim BdB abfragen

 

 

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