Anlageentscheidungen in der Krise: Die Risikodiversifikation

Regeln in der Krise
Artikel vom 27. April 2010

Europa hat ernsthafte Schwierigkeiten: Griechenland, Portugal, Italien und Spanien stellen mir ihrer enormen Schuldenlast den Euro auf eine harte Probe. Ist der Euro überhaupt noch sicher? Und wie legt man jetzt sein Geld am besten an? Unsere aktuelle Anlageempfehlung gibt Aufschluss.


Frankfurt am Main, 27. April 2010 - tagesgeldkonto.de empfiehlt in Anbetracht der weltweiten Wirtschaftskrise jedem Bürger, seine Anlageentscheidungen zu überprüfen. Der Euro und der US-Dollar sind in letzter Zeit stark unter Druck geraten. Hinter dieser Entwicklung stehen katastrophale Verschuldungsrekordhöhen, die aus der Finanzkrise resultieren. In einer solchen Krise kann niemand vorhersehen, wie sie ausgehen wird: So gibt es Experten, die eine inflationäre Entwicklung prophezeien genauso wie Experten, die eine deflationäre Entwicklung sehen. Es gibt aber auch Stimmen, dass eine Währungsreform vor der Tür steht. Wie auch immer: Einige Grundregeln sollten beachtet werden.

Regel Nr. 1: Geld nicht fest anlegen

In Zeiten einer Krise, deren Ausgang ungewiss ist, empfiehlt es sich, handlungsfähig zu bleiben. Legen Sie Ihr Geld zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest an. Sollten Sie bereits in der Vergangenheit Festgeld angelegt haben, so gibt es  zwei Möglichkeiten: Entweder Sie haben zu Zeiten hoher Zinsen angelegt - dann profitieren Sie jetzt von hohen Zinsen, die der Markt nicht hergibt. Freuen Sie sich über die hohen Zinsen und beobachten Sie aufmerksam die Nachrichtenlage. Oder aber Sie haben erst vor kurzem fest angelegt und erfahren eine geringe Verzinsung ähnlich dem jetzigen Tagesgeldmarkt. In diesem Fall empfiehlt sich eine Prüfung, ob aus dem Festgeld vorzeitig ausgestiegen und in Tagesgeld umgeschichtet werden kann. Nicht wenige Banken haben eine entsprechende Klausel im Vertrag, die einen vorzeitigen Ausstieg aus einem Festgeldvertrag ermöglichen.

 

Regel Nr. 2: Flüssig bleiben

Tagesgeldkonten erfahren zur Zeit eher bescheidene Zinsen. Doch in Zeiten der Krise sollte die Höhe der Verzinsung für Sie nicht ausschlaggebend sein: Wichtig ist es, flexibel und handlungsfähig zu bleiben. Mit einem Tagesgeldkonto haben Sie die Möglichkeit, in sehr kurzer Zeit über Ihr Geld zur verfügen. Außerdem werden Tagesgeldkonten in der Regel besser verzinst als Sparbücher und Girokonten (siehe Zinsvergleich von tagesgeldkonto.de) .

 

Regel Nr. 3: Nicht alles auf eine Karte setzen

Wie bereits anfangs erwähnt: Der Ausgang der Krise ist ungewiss. Setzen Sie deswegen nicht alles auf eine Karte. Betreiben Sie Risikodiversifikation. Hierzu zählt z.B. auch die Überlegung, einen kleinen Teil seines Vermögens (5 %) in einer anderen Währung anzulegen, wie z.B. die norwegische Krone. Auch hier sollten Sie darauf achten, dass das Geld stets verfügbar ist. Die Realisation einer solchen Anlageentscheidung kann recht einfach erfolgen: Über comdirect können Sie ein Anlagekonto online eröffnen. Ihr gewünschter Euro Betrag wird in die Zielwährung (in unserem Beispiel norwegische Krone) getauscht. Die Gebühr beträgt 1 Prozent. Sie verfügen dann über ein Tagesgeldkonto in norwegischer Krone. Die Verzinsung beträgt zur Zeit 0,50 Prozent. Beachten Sie: Ihre Anlage unterliegt einem Währungsrisiko. Sie sollten deswegen nur einen kleinen Teil Ihres Vermögens als "Absicherung" in einer Fremdwährung anlegen. Keinesfalls sollten Sie diese Anlage unter Renditegesichtspunkten betrachten.

 

Regel Nr. 4: Aktien

tagesgeldkonto.de ist kein Freund von Aktien. In Anbetracht der aktuellen Wirtschaftskrise empfehlen wir Ihnen Aktien deswegen nur unter dem Gesichtspunkt, Risikodiversifkation zu betreiben. An unserer kritischen Haltung gegenüber Fondsprodukten halten wir dagegen fest: Kaufen Sie Aktien direkt!
Den Hauptvorteil einer Aktie sehen wir darin, dass eine Aktie eine Beteiligung an einem Unternehmen repräsentiert. Sie sind mit dem Erwerb einer Aktie Miteigentümer einer Gesellschaft. Insofern ist eine Aktie eine Anlage, die auch bei einer Währungsreform ihren Wert behält: Sie sind auch nach einer Währungsreform zu einem gewissen Prozentsatz an einem Unternehmen beteiligt. Bei der Auswahl der Aktien sollten Sie sich auf beständige Weltgrößen beschränken. Achten Sie darauf, dass das Unternehmen in der Vergangenheit konsequent Dividende ausgeschüttet hat und dass die Dividendenrendite stimmt. Da Sie als Aktionär das Unternehmensrisiko und damit das Kursrisiko mittragen, sollten Sie sich auf Titel beschränken, die mindestens 3 Prozent Dividende bieten. Das klingt in Anbetracht des allgemein niedrigen Zinsniveaus viel - ist aber aufgrund des Unternehmensrisikos, welches Sie mittragen, angemessen. Wir empfehlen, nicht mehr als 10 Prozent Ihres Vermögens in Aktien anzulegen.

 

Regel Nr. 5: Die Nachrichtenlage

Verfolgen Sie aufmerksam die Nachrichtenlage. Verfolgen Sie das wirtschaftliche Geschehen und seien Sie kritisch gegenüber den Medien. Seien Sie nicht das Tier in der Herde. Machen Sie sich eigene Gedanken. Nutzen Sie auch das Internet, um sich gezielt zu informieren.

 

 
Unsere genannten Regeln verstehen sich als Anregung, Ihre Anlageentscheidungen zu überdenken. Sie sind keineswegs abschließend und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere die Risikodiversifikation sollten Sie nach eigenen Kriterien bemessen: Möglicherweise sehen Sie so z.B. auch in Immobilien, Rohstoffen und Edelmetallen Alternativen, Ihr Vermögen breit gefächert und risikominimierend anzulegen. (cs)

 

Mehr Informationen:
comdirect : Anlagekonto in norwegischer Krone

 

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