Konservative Aktien - die Alternative zu Tagesgeld bei Niedrigzinsphase?

Aktien im Kampf gegen niedrige Zinsen
Artikel vom 27. Dezember 2012

Anleger, welche bislang ihr Erspartes in Termingeldern, Staatsanleihen oder Tagesgeldern investiert hatten, können seit einiger Zeit buchstäblich zusehen, wie ihr Vermögen immer weniger wird. Dabei bedarf es noch nicht einmal persönlichen Konsums, es genügt völlig, dem auf Grund der niedrigen Zinsen inflationsbedingten Wertverlust tatenlos zuzusehen. Das aktuelle Zinsniveau ist nur noch bei einigen, sehr wenigen Anbietern im Einlagesektor ausreichend, um den Kaufkraftverlust gerade so zu kompensieren. An einen Vermögensausbau ist schon lange nicht mehr zu denken. Vor diesem Hintergrund sind Sparer gefordert, nach Alternativen Ausschau zu halten. Die Auswahl ist dabei allerdings eher übersichtlich.

Der Dax macht Mut

Betrachtet man einmal den Verlauf des DAX-30, des deutschen Leitindex, so war dieser in den letzten zwölf Monaten durchaus vielversprechend. Nach einem kurzen, aber heftigen Kurseinbruch im Sommer des Jahres setzt er seinen Aufwärtstrend wieder fort. Skeptiker der Börse mögen jetzt argumentieren, dass eben dieser Kurseinbruch doch zeige, wie „gefährlich“ die Börse ist, die erneute Trendwende am Aktienmarkt widerlegt diese Aussage jedoch wieder sofort. Die Börse gibt nicht die aktuellen Werte der Wirtschaft wider, sondern ist die in Euro umgerechnete Erwartungshaltung an die Zukunft. Aktuell sind Börsentrend und Ifo-Index, also die Erwartung von 7.000 Managern aus Deutschland, identisch positiv auf das kommende Jahr eingestellt.

Dividendentitel als Ersatz für Anleihen

Neulinge auf dem Börsenparkett sind gut beraten, sich im Vorfeld auf einschlägigen Portalen, beispielsweise Aktienkaufen.com, über die wichtigsten Themen im Zusammenhang mit Aktien zu informieren. Von den Banken und Sparkassen ist in diesem Zusammenhang wenig zu erwarten, die Erfahrung hat gezeigt, dass deren Fokus auf dem Vertrieb von Investmentfonds, nicht in der Beratung liegt. Dividendentitel wäre beispielsweise ein klärungsbedürftiger Begriff. Darunter versteht man Aktien, die in Relation zum Kaufpreis eine überdurchschnittliche Dividende ausschütten. Diese Papiere eignen sich hervorragend als Substitut für schlecht verzinste Anleihen, die Kurssteigerungserwartungen, aber auch Kursverluste fallen geringer aus, als bei sogenannten „Neuen Märkten“. Den Skeptikern der Börse sei einmal ein Blick auf das fast schon legendäre Schaubild der US-Analysten Ibbotson, „Bills, Bonds, Stocks and Inflation“ empfohlen. Dieses Chart zeigt unter anderem die Aktienkursentwicklung in den USA seit den 20er Jahren und macht eines deutlich: Unabhängig davon, wie groß eine aktuelle Krise ist, wie verheerend ein Unglück auf dieser Welt war, Aktienkurse kennen langfristig nur einen Weg: nach oben. Dem heute garantierten Wertverlust beim Ersparten durch die Inflation, der auch bei einem späteren Anstieg der Zinsen kaum noch aufzuholen ist, stehen mögliche Kursschwankungen bei Aktien gegenüber, die bis jetzt immer wieder kompensiert wurden.   (Uwe Rabolt)

 

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