Invest 2012: Bericht von der Leitmesse

tagesgeldkonto.de berichtet von der Invest 2012
Artikel vom 29. April 2012

Stuttgart, 29. April 2012   Die Invest 2012, Leitmesse und Kongress für Finanzen und Geldanlagen, zählt sicherlich zu den interessantesten Finanzmessen in Deutschland. tagesgeldkonto.de war am Wochenende vor Ort um der Frage nach zu gehen, wie die Profis in der Finanzkrise Anlegern empfehlen, ihr Geld anzulegen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Aussteller in eine Messehalle passen: Die Halle 1 der Stuttgarter Messe zählte über 200 Aussteller. Banken, Edelmetallhändler, CFD Anbieter, Broker und Verlage - sie alle waren auf der Invest vom 27. April bis 29. April 2012 vertreten und beanspruchten für sich, dem Anleger einen Mehrwert zu bieten. Da jedoch keiner der zuvor genannten Aussteller einen gemeinnützigen Status für sich beanspruchen kann, ist die Frage berechtigt, wo denn dieser Mehrwert für den Anleger liegt.

Und natürlich wollen alle nur Ihr Bestes: Ihr Geld! Daraus machten die verschiedenen Aussteller auch keinen Hehl: Der Edelmetallhändler wollte gerne Edelmetalle verkaufen, der Broker wollte zu einer Depoteröffnung überreden und die CFD Anbieter wollten dies natürlich auch.


Mehrwert für Anleger lag vor allem in Fachvorträgen

Vielversprechender waren da schon die Vorträge und Podiumsdiskussionen: Mehrere Aussteller hatten eigene Bühnen, die mit einem umfassenden Vortragsprogramm die Besucher zum Verweilen einluden. Natürlich musste man diese Vorträge vor dem zuvor benannten eigenwirtschaftlichen Interessen der Veranstalter betrachten: So hält beispielsweise ein CFD Anbieter einen Vortrag über Charttechnik natürlich mit dem Ziel, ein für den Anleger hochriskantes Geschäft scheinbar wissenschaftlich transparent zu machen. Doch es gab auch Vorträge, die in Ihrer Objektivität und Neutralität überraschten.

Experten sind sich einig: Breite Vermögensstreuung wichtig

Hervor stach vor allem der Vortrag "Strategien in der Krise: Wo kann man jetzt noch investieren?" mit Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Andreas Limoser von der VZ Vermögens Zentrum GmbH und Jan Enno Eienfeld von der comdirect Bank. Moderiert wurde der Vortrag von Anke Rezmer von der Verlagsgruppe Handelsblatt. Eine Streuung des Vermögens wurde dem Grunde nach befürwortet - Tagesgeld, Immobilien, Edelmetalle, Aktien usw. . Ein Tipp, der nicht wirklich überrascht aber eben auch einmal ausgesprochen werden muss. Noch interessanter war aber das Fazit von Niels Nauhauser: Wer von den Angeboten von Direktbanken Gebrauch macht, kann mit einer hohen Sicherheit gute Renditen erhalten. Laufzeitkonten (Festgeldkonten) von Direktbanken bieten z.B. für 2 oder 3 Jahre attraktive Konditionen. Aber auch Tagesgeld ist bei Direktbanken hoch attraktiv. Wer auf diese Weise sein Geld anlegt, kann bessere Renditen realisieren als mit Rentenpapieren, die wiederum von Jan Enno Eienfeld von der comdirect Bank als Empfehlung benannt worden sind.

Fazit: Tagesgeld und Festgeld sind weiterhin attraktiv 

Das Fazit fällt ernüchternd aus: Was viele Leser von tagesgeldkonto.de schon wussten, wurde bestätigt. Ein Tagesgeldkonto und ein Festgeldkonto bei einer Direktbank ist eine sichere, hochverzinste Anlage. Eine gesunde Streuung des Vermögens in seiner Gesamtheit ist richtig und zu bejahen. Die Mehrzahl der Messeaussteller weckte bei den Besuchern den Eindruck nach "mehr". Das dieses "mehr" mit Risiken verbunden ist und letztlich niemand weiß, was die Zukunft bringt, blieb oftmals unausgesprochen. Dabei sprach Niels Nauhauser eine bittere Wahrheit aus, die unserer Meinung vielen Messebesuchern nicht bekannt war: Er sei wohl der einzige hier in der Halle, so Nauhauser, der nicht in die Zukunft blicken könne. (cs)

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