Experten streiten sich über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung

Inflation oder Deflation?
Artikel vom 7. Juni 2009

Der Staat steht vor mehr Schulden als je zuvor: Auf rund 1,6 Billionen Euro Staatsverschuldung steuert die Schuldenuhr des Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. zu. Knapp 20.000 Euro Schulden lasten auf jeden Bürger. Wie kommt der Staat aus dieser Verschuldung raus?

Die Antwort auf steigende Verschuldung lautet: Inflation

Für viele Wirtschaftsexperten ist die Antwort klar: Der Staat wirft die Gelddruckmaschine an, legt Konjunkturprogramme in Milliardenhöhe auf und erhöht damit auf der einen Seite dramatisch die Geldmenge. Eine höhere Geldmenge, so die Theorie, führt zwangsläufig zu einer Geldentwertung. Die Folge: Kostet ein Fernseher heute beispielsweise 500 Euro, so würde durch die herbeigeführte Inflation derselbe Fernseher ein Jahr später bei einer angenommenen jährlichen Inflationsrate von 10 Prozent 550 Euro kosten. Umgekehrt werden Schulden "weniger wert": Und genau das ist die nach der Meinung von Wirtschaftsexperten einzige Möglichkeit für den Staat, die hohe Schuldenlast zu bekämpfen.

Wer mit Inflation rechnet, sollte kurzfristig anlegen

Folgt man der vorgenannten Auffassung, so sind langfristige Geldanlagen Tabu: Wer heute sein Geld auf 10 oder 30 Jahre fest bindet, der wird bei einer angenommenen starken Inflation am Ende der Anlagelaufzeit weniger Kaufkraft haben, als zuvor. Selbst hochverzinste Festgeldanlagen werden zur Zeit bei ungefähr 5 Prozent verzinst - Experten wie Prof. Max Otte rechnen mit 10 Prozent Inflation und mehr und bezeichnen langfristige Staatsanleihen als die nächste Blase, die platzt ( (vgl. Interview in Plusminus, Sendung vom 3.2.09, mit Herrn Prof. Max Otte: Platzt die nächste Blase? ).

Und wenn es zu keiner Inflation kommt?

Einige Experten gehen davon aus, dass es gar nicht zu einer Inflation kommen wird: Steigende Arbeitslosigkeit, vermehrte Kurzarbeit, geringere Löhne sind die wirtschaftlichen Entwicklungen, mit denen in 2009/2010 gerechnet wird. Die Auswirkungen der Finanzkrise spüren einige von uns direkt (Freundeskreis) oder indirekt durch die Medienberichtserstattung (GM/Opel, Karstadt etc. ).

Interessant an der jetzigen Krise ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu früheren Krisen kein Angebotsmangel herrscht: Unsere Infrastruktur ist intakt und nicht etwa durch Kriegsschäden zerstört. Die Logistik funktioniert und Waren sind überall verfügbar. Wenn also die Nachfrage nach den Gütern aus den oben geschilderten Umständen einbricht, können sich die Preise für die verfügbaren Waren nur in eine Richtung bewegen: Die Waren müssen günstiger werden. Man spricht von Deflation. Bei einer angenommenen Deflation ist Ihr Geld heute mehr Wert als morgen.

Fazit: „Ich weiß, dass ich nicht weiß“

Wenn sich Experten uneinig sind und die Meinungen derart auseinander gehen wie in diesem Artikel beschrieben, so bleibt für den Anleger eine Frage offen: Wie soll ich mein Geld anlegen? Sein Geld auf mehrere Jahre fest an zu legen, wäre unserer Meinung nach mit einem hohen Risiko verbunden. Wir empfehlen daher, in der jetzigen Zeit "flüssig" zu bleiben. Das geht am sichersten und einfachsten mit einem Tagesgeldkonto. Und obwohl die Zinsen zur Zeit allgemein niedrig sind, kann man für sein Erspartes doch recht hohe Tagesgeldzinsen erhalten. Ein Blick in unseren Zinsvergleich lohnt!

Mehr Informationen:

"Platzt die nächste Blase?" - Interview mit Herrn Prof.Max Ott in Plusminus, Sendung vom 3.2.09

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