Studie belegt, dass Gold nicht vor Geldentwertung schützt

Gold ist kein Inflationsschutz
Artikel vom 07. November 2010

Viele Investoren behaupten, dass Gold den besten Schutz vor Inflation bietet. Eine neue Studie zeigt das Gegenteil. Gold eilt von einem Rekordhoch zum Nächsten. Doch Inflation kann nicht der Grund für den starken Anstieg sein: Denn schließlich haben wir seit Jahresbeginn eine nur sehr geringe Inflation. Grund genug also, einen Blick in die Geschichte zu werfen: Taugt Gold als Inflationsschutz?

Nach Ende der Goldpreisbindung an den Dollar (1971) ist die Notierung von Gold immer dann gestiegen, wenn die Aktienmärkte schwächelten. So ist auch der aktuelle Preisanstieg zu erklären, so Walter Metzler, Anlagestratege bei Vontobel. Als Inflationsschutz dagegen hat Gold bereits versagt: In der letzten Inflationsperiode 1987 bis 1990 warf es einen realen Verlust von sieben Prozent ab. "Gold hat eher den Charakter einer Krisenwährung, bietet aber per se keinen Inflationsschutz", so Metzler.

 

Aktie ist der beste Inflationsschutz

Metzler und seine Kollegen von Vontobel haben in einer Studie die Wertstabilität von Gold und anderen Werten in inflationären Phasen untersucht. Die Studie beschränkt sich auf die USA. In den USA gab es seit Beginn des 20. Jahrhunderts bereits sechs Perioden, in denen die Inflation mehr als fünf Prozent betrug.  Im Ergebnis konnten Aktien den besten Vermögensschutz bieten. Auf Platz zwei und Drei landeten Rohstoffe und Immobilien. Gold dagegen ist Verlierer der Inflationsphasen: Goldbesitzer verloren in den Inflationsphasen pro Jahr 3,2 Prozent. Die Erklärung: Wenn Unternehmen in einer Inflation höhere Preise durchsetzen können, geht es ihnen gut. Ihre Gewinne steigen und damit auch die Aktienkurse.

 

Ausblick: FED pumpt Geld in den Markt

Für Anleger, die sich für Gold interessieren, muss daher die Frage nach der zukünftigen Entwicklung entscheidend sein: Werden wir eine inflationäre Entwicklung bekommen? Die amerikanische Zentralbank (FED) hat mit ihrer jüngsten Geldpolitik ein klares Zeichen gesetzt: Durch den Aufkauf von Staatsanleihen mit neu gedrucktem Geld erhöht sich die Geldmenge. Eine stark steigende Geldmenge führt tendenziell zur Inflation, sofern die erhöhte Geldmenge auch der Bevölkerung zur Verfügung steht. (cs)

 

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