Fremdwährungskonten - die Alternative gegenüber Tagesgeldern?

Fremdwährungskonten vs. Tagesgeldkonten
Artikel vom 27. Dezember 2012

Anlegern in Deutschland stehen immer größeren Herausforderungen in Bezug auf die Auswahl eines Tagesgeldanbieters gegenüber. Die Zahl der Banken, die noch einen Zinssatz zahlen, der zumindest leicht über der Inflationsrate liegt, ist an einer Hand abzuzählen. Bei der Hausbank vor Ort wird man schon lange nicht mehr fündig, lediglich Vergleichsportale wie Tagesgeldzinsen.com bieten hier noch Lösungen. Immer mehr Sparer sind daher auf der Suche nach Alternativen, Konten in Fremdwährung seien eine Option, so heißt es.

Welche Vorteile haben Währungskonten?

Eine berechtigte Frage, werden Währungskonten in der Regel nicht verzinst. Der einzige Aspekt kann also in der Hoffnung auf Kursgewinne liegen. Steuerlich ist ein solches Engagement aktuell durchaus noch reizvoll. Realisierte Kursverluste können im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden, bei Verkäufen, die einen Kursgewinn mit sich bringen, wird seitens der Bank keine Steuerbescheinigung ausgestellt. Die Krux daran ist, dass erst einmal Gewinne realisiert werden müssen. In den 90er Jahren waren Fremdwährungsanleihen aus Südafrika in Deutschland gefragt, rentierten diese Papiere doch deutlich über dem deutschen Markt. Der Kurseinbruch des südafrikanischen Randes relativierte den Zinsvorteil jedoch nicht nur, wer seine Anleihen bei Fälligkeit verkaufen musste und den Gegenwert in D-Mark gutschreiben ließ, machte gegenüber einer deutschen Emission herbe Verluste. Dieses Währungsrisiko ist   auch bei Fremdwährungskonten immer gegeben.  Von echten, unumstößlichen Vorteilen kann bei einem Investment in Fremdwährung keinesfalls gesprochen werden.

Der chinesische Yuan – Objekt der Begierde

Die chinesische Währung erfreut sich dennoch immer größerer Beliebtheit bei deutschen Anlegern. Die Stabilität gegenüber dem Euro überzeugt immer mehr Investoren, der Haken ist nur, dass der Yuan nicht ausgeführt werden kann. Wer in Yuan investieren möchte, kann dies nur in China bei einer Bank vor Ort tun. Die künstliche Verknappung durch die chinesische Regierung hält den Kurs hoch. Einige Vermögensverwalter haben sich inzwischen darauf spezialisiert, Kontoeröffnungsreisen nach China zu organisieren. Dies schließt die Buchung von Flug und Hotel ebenso ein, wie die Terminvereinbarung bei einer chinesischen Bank. Für die Masse der Anleger scheidet der Yuan demzufolge aus. Einfacher ist ein Engagement in türkische Lira. Marktkenner trauen der Währung vom Bosporus gegenüber dem Euro noch einiges an Potential zu, die kurze Schwächeperiode ist überwunden. Auf türkische Pfund lautende Konten können, wie für viele andere Währungen auch, in der Bundesrepublik eröffnet werden, eine Reise in das frühere Reich der Osmanen ist nicht notwendig.Für das Gros der Anleger zeigt sich, dass Währungskonten, wenn auch von einigen Banken beworben, nicht der Weisheit letzter Schluss und keine echte Alternative zu einem auf Euro lautenden Tagesgeldkonto sind. Sparer sind besser beraten, weiterhin nach den Instituten mit den höchsten Zinszahlungen Ausschau zu halten. (Uwe Rabolt)

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