Massive Zinssenkungen bei Tages- und Festgeld

Folgen der EZB Leitzinssenkung
Artikel vom 04. April 2009

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am vergangenen Donnerstag erneut den Leitzins auf ein historisches Tief von 1,25 Prozent gesenkt. Der Schritt kam weniger überraschend, hatten doch Experten die Zinssenkung bereits vorausgesagt. Überrascht hat die EZB lediglich mit dem kleinen Zinsschritt von nur 0,25 Prozent.

Auswirkungen auf Tages- und Festgeld

Die Leitzinssenkung der EZB am 5. März 2009 (tagesgeldkonto.de berichtete) sind noch nicht richtig verdaut und schon haben die Banken wieder einen Grund, die Zinsen für Tages- und Festgeld zu senken. Teilweise wurde aber die erwartete Leitzinssenkung in den Zinsanpassungen der Banken bereits berücksichtigt. Ein Blick auf den Zinsvergleich von tagesgeldkonto.de zeigt: Praktisch alle Banken haben die Zinsen in den letzten Tagen und Wochen teils dramatisch gesenkt.

Wir möchten Sie an dieser Stelle nicht mit einer quälenden Aufzählung aller Institute langweilen, die Zinssenkungen vorgenommen haben. Um Ihnen jedoch einen Eindruck zu vermitteln, wie drastisch die Zinssenkung und die Erwartungshaltung der Banken auf noch billigeres Geld verarbeitet wurde, seien vier wichtige Senkungen genannt:

- Bei der Volkswagen Bank haben Sie nur noch die Möglichkeit der Eröffnung
  eines Tagesgeldkontos  mit 2,50 Prozent (zuvor: 4,00 Prozent)
- Die Bank of Scotland bietet statt 4,50 Prozent noch 3,80 Prozent auf Tagesgeld
- Bei der SKG Bank erhalten Tagesgeld Sparer statt 3,60 Prozent nur
  noch 2,75 Prozent
- Die Credit Europe Bank bietet für einjähriges Festgeld 4,00 Prozent
  (zuvor: 5,00 Prozent)

Wohin mit dem Ersparten?

Anleger sind zunehmend verunsichert: Wohin mit dem Geld, wenn es kaum noch Zinsen gibt? Tatsache ist: Das aktuelle Zinstief ist historisch. Doch dieser Zustand hat seinen Grund: Wir befinden uns inmitten der schwersten Finanzkrise, die wir je erlebt haben. Grosse Banken sind zusammen gebrochen und andere werden nur noch mit Staatshilfen am Leben gehalten.

Die Frage ist in Anbetracht dieser Situation doch also nicht die, wo es die meisten Zinsen für's Geld gibt, sondern vielmehr die, wo es eine im Verhältnis zur Inflation und zu den üblichen Geldanlagen höhere Verzinsung bei sehr hoher Sicherheit gibt. Und hier hat sich die Antwort unabhängig ob wir eine Zinshoch- oder Zinsniedrigphase haben schlichtweg nicht geändert: Mit einem Tagesgeldkonto bleiben Sie flexibel, haben Ihr Erspartes überdurchschnittlich gut angelegt und können nachts ruhig schlafen! (cs)

 

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